🚒 🚒 Einsatzbericht – Wohnhausbrand mit Menschenrettung 🚒
Am Donnerstagnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr Zurndorf zu einem Wohnhausbrand alarmiert.
Bei unserem Eintreffen wurden wir bereits von Ersthelfern erwartet. Sie informierten den Einsatzleiter, dass sich noch eine pflegebedürftige und nicht gehfähige Person im Wohnhaus befindet. Eine Pflegekraft konnte das Gebäude bereits selbstständig verlassen und wurde vom Rettungsdienst übernommen. Die Polizei sperrte zeitgleich die B10 im Bereich der Einsatzstelle für den gesamten Verkehr.
Bei der Erkundung konnte durch ein straßenseitig zerstörtes Fenster die vermisste Person in einem mäßig verrauchten Raum lokalisiert werden. Gleichzeitig wurde ein Brand im Keller festgestellt. Aufgrund einer beschädigten Trockenbauwand, mehrerer geborstener Fensterscheiben sowie nach außen gedrückter Rollläden musste von einer vorangegangenen Detonation ausgegangen werden.
Umgehend wurde ein Hochleistungslüfter in Stellung gebracht, um den Raum der eingeschlossenen Person rauchfrei zu halten. Parallel dazu ging ein Atemschutztrupp mit einer Löschleitung zur Brandbekämpfung in den Keller vor.
Die ansprechbare Person konnte anschließend mittels Spineboard über das Fenster gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden.
Ein Mitarbeiter der Energie Burgenland kontrollierte die Energieversorgung des Gebäudes und bestätigte, dass kein Gasanschluss vorhanden ist.
Der erste Atemschutztrupp brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Da der Keller weiterhin stark verraucht war, übernahm ein zweiter Atemschutztrupp die Nachkontrolle mittels Wärmebildkamera. Dabei wurde festgestellt, dass sich im bereits weitgehend abgelöschten Brandgut Munition befand und die Kellerräume bis unter die Decke mit Lagergut gefüllt waren.
Da eine ausreichende Entrauchung des Kellers zunächst nicht möglich war, wurden die Freiwillige Feuerwehr Gattendorf mit einem weiteren Lüfter sowie zusätzlichen Atemschutztrupps und die Feuerwehr Kittsee mit dem Atemluftkompressor und Reserveflaschen nachalarmiert. Die zusätzlichen Belüftungsmaßnahmen zeigten rasch Wirkung. Nach einer abschließenden Kontrolle konnten keine weiteren Brandherde oder Glutnester festgestellt werden.
Im Anschluss wurden auch das Obergeschoss sowie ein zunächst versperrter Abstellraum kontrolliert und belüftet. Das beschädigte Fenster auf der Straßenseite wurde provisorisch mit Holzplatten verschlossen.🚒
Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde die Einsatzstelle um 19:30 Uhr an die Polizei übergeben.
Ein herzlicher Dank gilt allen eingesetzten Kräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei sowie der Energie Burgenland für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.
Ein besonderes Dankeschön gilt dem ortsansässigen BILLA, der unsere Einsatzmannschaft nach dem Einsatz rasch und unkompliziert mit Speisen und Gebäck versorgt hat. Vielen herzlichen Dank für diese großzügige Unterstützung!